Bio-Energiedorf Wart

Das Bioenergiedorf Wart ist ein Leuchtturmprojekt für Wärmeversorgung. 
Die Idee entstand aus dem Klimaschutzkonzept der Stadt und wurde mit Unterstützung der Stadtwerke Altensteig sowie Fördermitteln umgesetzt. Seit 2020 versorgt ein zentraler Holzhackschnitzelkessel (800 kW) fast das gesamte Dorf mit erneuerbarer Wärme.
Ergänzt wird die Anlage durch eine Großwärmepumpe, die Abgaswärme nutzt und den Sommerbetrieb des Kessels überflüssig macht.
Zudem erzeugt eine 70 kWp-Photovoltaikanlage Strom für den Eigenverbrauch.

Durch dieses System ersetzt Wart jährlich rund 400.000 Liter Heizöl und spart damit CO₂-Emissionen ein. Die Investitionskosten von rund 3 Millionen Euro wurden zu fast 50 % durch Fördermittel gedeckt. 
Die Bürger wurden frühzeitig in die Planung einbezogen, was zu einer hohen Akzeptanz führte. Viele Haushalte entschieden sich für den Anschluss an das Nahwärmenetz.
Veranstaltungen, Besichtigungen und kontinuierliche Kommunikation förderten die Identifikation mit dem Projekt.

Erfolgsfaktoren und Ausblick

Der Erfolg von Altensteigs Wärmeplanung beruht auf mehreren Faktoren: klare Klimaziele, eine strategische Planung, effiziente Nutzung lokaler Ressourcen und eine solide Finanzierung durch Fördermittel.
Die frühzeitige Einbindung der Bürger sorgte für eine breite Akzeptanz. Zukünftig könnte das Wärmenetz auf weitere Stadtteile ausgeweitet und zusätzliche erneuerbare Technologien integriert werden.

Das Beispiel Altensteig zeigt, dass eine Wärmeversorgung auf kommunaler Ebene möglich ist. Die Erfahrungen aus dem Bioenergiedorf Wart können anderen Gemeinden als Modell dienen, um die Wärmewende erfolgreich umzusetzen.

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Das Bild zeigt eine Informationsgrafik zur Energiewende in der Stadt Altensteig, die den Einsatz von Holzpellets und Photovoltaik in der Energiezentrale Wart beschreibt und CO2-Einsparungen betont.
© Stadtwerke Altensteig

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